Neun Tage des Umzugs 20. – 28. September

 

  • Donnerstag, 20. September: Ich hole meinen gemieteten Umzugswagen (europcar, 3,5 t / 20 Kubikmeter) morgens in Montpellier ab (1.050,- € Mietgebühr für 7 Tage) und beginne nachmittags bereits, den Wagen zu beladen. Mein Sohn Arne hat die glänzende Idee, dass der Wagen groß genug ist, dass ich mit einer Tour (statt der geplanten 2 Touren) auskomme. Also packe ich sehr eng, jeden Kubikdezimeter ausnutzend .
  • Samstag Abend ist der Wagen voll geladen – vor allem auch mit meinen 93 Buchkisten (à 40x30x30 cm = 36 l). „Es passen keine 3 Bücher mehr in den Laderaum des LKWs.“ Abends feiern wir mit allen Umzugshelfern bei einem gemeinsamen Abendessen. Ich übernachte mit dem vollgepackten LKW in dem Hotel-Restaurant in Le Vigan.
  • Sonntag Morgen geht es bei strahlendem Wetter los – bis Nimes Landstraße und dann Autobahn in Richtung Luzern. Entspanntes Fahren, großartiges Wetter. Mout-Gebühren in Frankreich 70,- € / Vignette in der Schweiz 40 CHF (Schweizer Franken).
  • An der Schweizer Grenze checkt der Zoll den Wagen und es wird schnell klar: Ich habe die Rechnung ohne den Schweizer Zoll gemacht! Ich darf den LKW nicht in der Schweiz entladen (das wäre eine Einfuhr und ich hätte Zoll und Mehrwertsteuer zu zahlen). Plan A, alles bei Hans-Peter für eine bestimmte Zeit als „Zwischenlager“ zu entladen, ging nicht auf.  Ich hatte 1.000 CHF als „Transit-Kaution“ zu hinterlegen, die ich zurück bekommen sollte, wenn ich mit dem voll beladenen Wagen die Schweiz wieder verlasse.
  • Sonntag Abend, 23. September, komme ich nach ca. 700 km bei Hans-Peter in Hochdorf (im Raum Luzern) an.

  • Montag, 24. September (Seelen-Monat WAAGE beginnt), bereiten wir „Plan B“ vor:  Gesucht ein Lagerraum in Deutschland direkt an der Schweizer Grenze. Ich werde bei TOMBOX in Lörrach sofort fündig. Es sind gerade noch 2 Boxen mit zusammen 20 Kubikmetern frei! 
  • Dienstag ist zwar Zeit für meinen „Dienstag-Brief #27“ – es passt aber ganz und gar nicht. Ich bin technisch noch gar wieder installiert und habe auch den Kopf noch nicht wieder frei.
  • Mittwoch geht es also weiter, an der Schweizer Grenze bekomme ich die 1.000 CHF wieder auf meinem Konto gut geschrieben. Das Ganze hatte nur einen Haken: Die 1.000 CHF hatten bei meiner Einreise noch den Wert von 945,61 €, bei der Ausreise nur noch 878,39 €; für mich ein Verlust von 67,22 € innerhalb von 3 Tagen. Die TOMBOX in Lörrach ist schnell gefunden, über ihre Professionalität bin ich sehr überrascht, ein einfaches aber effizientes System. Abends um 20:00 Uhr ist die kleinere Box komplett beladen, vor allem mit den Bücherkartons. Ich übernachte in einem Hotel am Bahnhof in Lörrach.
  • Donnerstag kommt Hans-Peter zur Hilfe. Wir sind nachmittags fertig, die 2. Box ist auch voll beladen. Wir bringen den LKW etwa 20 km weiter nach St. Louis in Frankreich zurück. Insgesamt habe ich 971 km verfahren und noch einmal zusammen für etwa 200,- € Diesel getankt.  Hans-Peter und ich fahren zu ihm und seiner Familie nach Hochdorf zurück.
  • Freitag, den 28. September, bin ich völlig fertig.  Bis auf 4 Stunden schlafe ich den ganzen Tag durch. Es ist schon ein Wunder, was mein Körper in den letzten Tagen und Wochen geleistet hat, jetzt ist es fast schon ein Zusammenbruch. Ich kann kaum in den Spiegel sehen, so zombiehaft sehe ich aus.