Selbst und Seele (2)

Dies ist der 2. Teil eines Briefes an Petra.
[Link zum 1. Teil]

Guten Morgen, Petra,
ich freue mich natürlich, dass dir meine Unterscheidung von Höheres Selbst und Seele stimmig erscheint. Ich habe dir so schnell antworten können, weil es auch meine Frage ist. Meine Formulierungen sind dabei alle „vorläufiger Art“, ich taste auch noch. Es ist mehr ein differenziertes Fühlen, das versucht zu verbalisieren, angemessene Worte zu finden. „Selbst und Seele (2)“ weiterlesen

DAS Adam als Dual: DER Adam und DIE Eva

Betreff: Im Schlaf meditieren (den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf)

Lieber Sigmund, endlich kann ich unseren Dialog fortsetzen.
Heute Morgen hat Ronald, der Chefredakteur der TATTVA, mit mir noch ein „Online-Interview“ zu meinem Artikel geführt.

Ich verstehe ganz und gar deine Worte, auch über die „Relativität“ der Wahrheitssuche „in der Vergangenheit“. Doch was ist schon „Vergangenheit“?! Ich liebe es, diese alten Weisheiten wieder zur Sprache zu bringen – IM JETZT. „DAS Adam als Dual: DER Adam und DIE Eva“ weiterlesen

Abraham und die Seele

Birgit, eine Leserin, war über meine Einschätzung der Channelings von von ABRAHAM durch Esther Hicks sehr unglücklich, ich würde ihnen „alles andere als gerecht“. Sie bezog sich auf meine Worte:

Im Bewusstseinsfeld um BLEEP, The Secret, The Law of Attraction geht es vor allem um das Mentale, den Willen, die Befreiung von Emotionen, die Schwingungsfrequenz der Anziehung. Es geht kaum um den KÖRPER (nur am Rande: körperliche Gesundheit manifestieren), doch ganz und gar nicht um die SEELE (bestenfalls das „Herz“, unsere „Herzintelligenz“).
Dieses Bewusstseinsfeld BLEIBT in den Dimensionen unseres Alltags gefangen, die physisch-körperliche Dimension und die geistige Dimension. Penney Peirce lädt uns ein, uns für die nächste Dimension zu öffnen: die Dimension der SEELE. Und erst aus dieser Dimension der Seele heraus ist eine wirkliche Einheit von Körper-Geist-Seele möglich. Das ist doch auch wirklich logisch, oder? 
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Heute habe ich Birgit geantwortet:

„Abraham und die Seele“ weiterlesen

Mein erster Artikel in der TATTVA

Heute, 1. September, ist mein erster Artikel in der spirituellen Zeitschaft Tattva Viveka erschienen: „New-Age“-Pioniere. Die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität. Er ist ganze 9 Seiten stark!

Die Redaktion hat Auszüge quasi als Leseprobe veröffentlicht. Mein Artikel kann als PDF für 2,- € separat bezogen werden:

»New Age«-Pioniere

 

Seelenanteile integrieren

Ich kann mich auch heute wieder nur wundern! Heute morgen habe ich mir ein YouTube-Video einer Leserin meiner Seelen-Briefe angeschaut (Sabine) – und ich habe ihr gleich ganz spontan (wie die Seele so ist!) auf das Video geantwortet. (Danke Sabine für deine Inspiration und Animation.)

Es ist wieder (wie gestern in meiner eMail an Sigmund) ein „Glaubens-Bekenntnis“ daraus geworden und mir so wichtig,  dass ich es hier wieder veröffentlichen will.

Und mir wird bewusst: Das ist MERKUR im Archetyp der Jungfrau: Das Sich-Mitteilen, der Gedankenaustausch, die Verbindung von Seelen, von Himmel und Erde..

Liebe Sabine,
ich habe mir heute Morgen Zeit genommen, den ersten Teil eurer YT-Reihe anzuschauen, bin der f-Gruppe auch beigetreten. Schön dich und deinen Partner auch einmal live zu erleben. „Seelenanteile integrieren“ weiterlesen

Die Heilige Matrix

Es gibt viele Begriffe aus der Esoterik, die heute schon Einzug in unser Alltagssprache genommen haben. Zu solchen Begriffen gehören: Archetypen, Alchemie, Lebensbaum, Magie der Worte, der heilige Gral, der Stein der Weisen, … und viele mehr.

Ich möchte heute etwas über den Begriff MATRIX schreiben.

„Matrix“ kommt vom lateinischen mater = Mutter, genauer noch: Gebärmutter.

Aus dem ursprünglichen CHAOS entwickelt sich eine Grundstruktur als „Gebärmutter“ aller Formen. Sich diese „Heiligen Formen“ bewusst zu werden, ist das Thema der „Heiligen Geometrie“, hier (im Bild oben) die „Blume des Lebens“.

In der Matrix nimmt das CHAOS der Unbestimmtheit und der Potenzialität, das CHAOS des NICHTS als Potenzial für ALLES (Quanten- und Chaosphysik) eine mütterliche Form an als Gebärmutter aller geordneter Formen, als die Gebärmutter des KOSMOS.

Die geistige MATRIX (als imaginiertes Bild) ist die erste Stufe der „Materialisierung“, wenn die Geist-Seele des SEINS sich ver-körpert, zur Materie wird. MATERIE ist die „Mutter allen Werdens“.

Die Mystik der Liebe

Ich komme wieder auf mein Teilhard-de-Chardin-Studium zurück, weil ich jetzt einen Beitrag für die Tattva Viveka #77 fertig stellen will. Dazu habe ich heute ein sehr wichtiges Buch von Günther Schiwy besprochen „Eine heimlilche Liebe. Lucile Swan und Teilhard de Chardin“. Mehr dazu in meinem Buchblog (> MEHR in meiner Buchbesprechung im Buch-Blog):

Mir ist dabei etwas ganz Wichtiges aufgefallen, was ich in diesem Blogbeitrag mit dir teilen möchte. Machen wir uns zunächst bewusst: MYSTIK ist die unmittelbare Erfahrung des GÖTTLICHEN. Doch das Göttliche ist in unterschiedlichen Seelenfeldern zu erfahren. Es gibt auch verschiedene Arten der Mystik:

  • Die ursprünglichste ist wohl die Naturmystik wie die des Schamanismus, die unmittelbare Erfahrung (nicht Mythologien!) des Göttlichen in der Natur
  • Dann die Mystik der Leere, der Formlosigkeit, also die Mystik des Buddhismus („Nirwana“), eine Mystik sozusagen noch jenseits des Göttlichen (die so „leer“ ist, das sie NICHTS Göttliches mehr erfährt)
  • Die der Heiligen Wissenschaft zugrunde liegende Zahlen-Mystik (nicht mit Numerologie zu verwechseln), die das Göttliche in reinen Zahlen erfährt (das ZWEI ist dann z.B. das göttliche PAAR)
  • Und nicht zuletzt: die Mystik der Liebe (die eher „westliche“ Mystik, von RUMI bis Meister Eckhard und vielen anderen mittelalterlichen Mystiker), die das Göttliche in einer grenzenlosen LIebe erfährt.

Licile Swan, selbst von der östlichen Mystik fasziniert, sieht in ihrem geliebten Pater Pierre einen Mystiker. Der kann sich (wie seine Briefe an sie offenbaren) mit der östlichen Mystik aber gar nicht anfreunden. Seine mystischen Erfahrungen sieht er in den östlichen Schriften nicht in Worte gebracht. Für Pierre Teilhard de Chardin ist das Göttliche nichts LEERES, sondern etwas PERSÖNLICHES. Gott ist eine „liebende Person“, die jeder Mensch auch LIEBEN kann. Wenn Himmel und Erde im PUNKT OMEGA wieder zusammen kommen, dann wird die Kraft der LIEBE zum KOSMISCHEN CHRISTUS.

Ich habe die Mystik der Liebe als evolutionäre Grundkraft nie so klar formuliert gefunden wie bei Teilhard de Chardin. Der Autor dieser „Biographie der Liebe“ von Teilhard de Chardin, Günther Schiwy, gibt der Buch-Einleitung den Titel: „Mystik der Liebe im Zeitalter der Globalisierung“.

Integrale Seelen-Lehre

 

Ich kommuniziere schon länger mit Elisabeth. Wir kennen uns aus der Ken-Wilber-Szene, sind beide „Abtrünnige“, weil uns in der Integralen Theorie von Ken Wilber die – etwas kurz gefasst – Seele fehlt. Elisabeth hat mir den Link zu Ihrem Vortragsvideo (YouTube) gesendet und mich um einen Kommentar gebeten:

Liebe Elisabeth,
nah, du hast mir ja eine große Hausaufgabe auferlegt!
Schaffe ich das in einer Woche?

Heute habe ich mir deinen 3-Stunden-Vortrag in Gorenzen angesehen. Ich glaube damals (Juni 2015) hast du noch viel von Hasselmann / Schmolke in der Archetypik aufgenommen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, differenzierst du dies heute etwas anders (Celestia). „Integrale Seelen-Lehre“ weiterlesen

Was ist eigentlich Esoterik wirklich?

Ich habe heute den Impuls, etwas zu dieser Frage zu schreiben, weil die meisten Menschen eine völlig falsche Vorstellung von Esoterik haben. Es scheint etwas wie Hexen-Hokuspokus zu sein. So distanzieren sich viele von „Esoterikern“ („Esoterik-Tanten und -Onkels“ scheinen völlig Durchgeknallte zu sein). Ja, es gibt sicher auch eine „Esoterik-Szene“ mit ausgemachten Egozentrikern, selbsternannten Meistern, Scheinheiligen, Scharlatanen, was immer …

Doch der Begriff ESOTERIK stammt von den alten Mysterienschulen, insbesondere der griechischen Mysterienschule von Pythagoras. Es gab dabei einen inneren Kern von Schülern (die Esoteriker = innerer Kreis) und den äußeren Kreis – ich verwende einmal einen modernen Begriff – den  „Freundeskreis“ (die Exoteriker = äußerer Kreis). Diese Begriffs-Unterscheidung von Esoterikern und Exoterikern stammt von Pythagoras selbst, ältere Mysterienschulen in Ägypten und Babylonien (Persien), in denen Pythagoras gelernt hatte, kannten diese Unterscheidung sicher auch und verwendeten andere Namen.

Noch bevor es als Schulen die Klosterschulen gab oder die Kasernen (in denen die jungen Männer zu Kriegern und Soldaten geschult und gedrillt wurden), gab es die Mysterienschulen, die wohl ersten Schulen der Menschheit. Ihr Wissen war Geheimwissen. Es war das, was wir heute gerne die „Ewige Philosophie“ nennen, eine kulturübergreifende Weisheitslehre, das Wissen um die „Wirklichkeit hinter dem Schein“. Sie waren „geheim“ aus zwei Gründen: Die Schüler brauchten eine gewisse Reife (bei Pythagoras mussten die Esoterik-Anwärter erst einmal 5 Jahre das Schweigen lernen, bevor sie in den inneren Kreis aufgenommen wurden), und zweitens sollte die reine Lehre in ihrer Essenz bewahrt und nicht durch unreife Lehrer, Hobby-Philosophen oder missbrauchende Machthungrige verwässert werden. Das Wissen wurde von Mund zu Mund weiter gegeben. (Unsere Horoskop-Astrologie hat etwas von verwässerter Weiheitslehre. Falsche Astrologen wähnen sich in dem Glauben, Macht über das Schicksal anderer Menschen ausüben zu können. Wenn in unserer Esoterik-Szene das fünfjährige Schweigen ein Kriterium wäre, dann wäre die Szene sicher schnell ausgedünnt …)

Oft wurden diese geheimen Lehren auch „Okkultismus“ genannt, was nichts mit „Schwarzer Magie“ oder sonstigen dunklen Mächten zu tun hatte, sondern einfach „geheim, verborgen“ hieß. Der Schweizer Psychologe C. G. Jung hat das Verdienst erworben, hier viel Licht in den „Okkultismus“ zu bringen. Er war der erste, der wieder eine „Seelen-Lehre“ der Archetypen entwickelte.

Ich glaube, das ist der Grund, weshalb ich in diesem Beitrag die Bedeutung des Wortes ESOTERIK erhellen will: Diese esoterischen und okkulten Lehren wollen ans Licht. Schon Jesus sagte, dass nichts geheim bleiben kann und will. Wir sollten für die echte Esoterik offen sein, sie kann uns in die alten Geheimnisse des Lebens führen. Es ist vor allem eine authentische Lehre der Seele, die schon mit Aristoteles in ihrem esoterischen Kern verloren ging und mit ihm zu einer „seelenlosen Psychologie“ wurde. Esoterik ist im Kern die uralte Seelenlehre, die wir bei Pythagoras, dem „letztem Moikaner“ oder „letzten Samurai“, noch finden.