Dienstag-Brief #19

Betreff: Die Schattenseite der Sonne

Hallo,
die Sonne ist eines der schönsten Symbole der Archetypen.
Sie steht für die Vollkommenheit des Kreises. Sie ist der lebesspendende Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Die Farbe der Sonne ist in ihrer Vollkommenheit gold oder weiß. Alle königlichen Herrscher umgaben sich mit der Sonne als ihrem Herrschafts-Symbol. Sie steht für Charisma, das Ausstrahlen des inneren Wesens: Lebe aus deiner Mitte und lass dein Licht leuchten! (Die Botschaft der Sonne.)

Doch die Sonne hat auch ihre Schattenseiten … was wir auf dem Planeten gerade erleben. Bei dieser Hitze und Dürre könnte jeder von uns zum „Flüchtling“ werden. Die Wüstenbildung auf der Erde nimmt dramatisch zu. Das Element Feuer bricht aus der Harmonie der Elemente aus. Die Spannung vor dem Vulkan-Ausbruch (ich meine es jetzt bildlich) ist förmlich zu spüren.

Vor einigen Jahrzehnten wurden die „Rufer in der Wüste“ noch ausgelacht, die von einer menschengemachten Klimakatastrophe sprachen. Wie ein Mantra war dann von den Kritikern nur zu hören: „Das ist wissenschaftlich nicht bewiesen!“ Heute – nur wenige Jahrzehnte später – braucht nichts mehr wissenschaftlich bewiesen zu werden. Die Wissenschaft und Politik haben einfach versagt, um frühzeitig gegenzusteueren. Heute können nur noch Trampeltiere die Augen verschließen und den Klimawandel leugnen. Das Ego-Interesse von Wirtschaftskreisen und Politikern war wichtiger als das Interesse des Planeten Erde mit all seinen Lebewesen.

Die Sonne fordert uns zur Demut heraus, es mit unserer „Ego-Zentrik“ nicht zu übertreiben. Nicht das Ego ist das strahlende Zentrum unseres Selbst, sondern unsere Seele. Unser Ego baut sich zur Tarnung gerne ein esoterisches Blendwerk auf, ist aber mehr als Ego-Zenrtik denn als Eso-Terik zu enttarnen.

Es drängt mich, in diesem Seelen-Monat Löwe-Sonne die ursprüngliche Esoterik gegenüber dem Blendwerk Egoterik wieder ins rechte Licht zu rücken: Mein aktueller Beitrag dazu heißt „Was ist eigentlich Esoterik wirklich?“ (Klick)

In diesem Sinne
mit beseelten und begeisterten Grüßen
Jürgen

Ich will mich von diesem läuternden „Fegefeuer“ der Sonne nicht ausnehmen:  Dieses Blog hat jetzt nach 4 Monaten schon 105 Beiträge von mir – pure Ego-Selbstdarstellung oder doch Impulse aus der Seele, um in eine echte Selbstliebe zu kommen?

Die Heilige Matrix

Es gibt viele Begriffe aus der Esoterik, die heute schon Einzug in unser Alltagssprache genommen haben. Zu solchen Begriffen gehören: Archetypen, Alchemie, Lebensbaum, Magie der Worte, der heilige Gral, der Stein der Weisen, … und viele mehr.

Ich möchte heute etwas über den Begriff MATRIX schreiben.

„Matrix“ kommt vom lateinischen mater = Mutter, genauer noch: Gebärmutter.

Aus dem ursprünglichen CHAOS entwickelt sich eine Grundstruktur als „Gebärmutter“ aller Formen. Sich diese „Heiligen Formen“ bewusst zu werden, ist das Thema der „Heiligen Geometrie“, hier (im Bild oben) die „Blume des Lebens“.

In der Matrix nimmt das CHAOS der Unbestimmtheit und der Potenzialität, das CHAOS des NICHTS als Potenzial für ALLES (Quanten- und Chaosphysik) eine mütterliche Form an als Gebärmutter aller geordneter Formen, als die Gebärmutter des KOSMOS.

Die geistige MATRIX (als imaginiertes Bild) ist die erste Stufe der „Materialisierung“, wenn die Geist-Seele des SEINS sich ver-körpert, zur Materie wird. MATERIE ist die „Mutter allen Werdens“.

Die Mystik der Liebe

Ich komme wieder auf mein Teilhard-de-Chardin-Studium zurück, weil ich jetzt einen Beitrag für die Tattva Viveka #77 fertig stellen will. Dazu habe ich heute ein sehr wichtiges Buch von Günther Schiwy besprochen „Eine heimlilche Liebe. Lucile Swan und Teilhard de Chardin“. Mehr dazu in meinem Buchblog (> MEHR in meiner Buchbesprechung im Buch-Blog):

Mir ist dabei etwas ganz Wichtiges aufgefallen, was ich in diesem Blogbeitrag mit dir teilen möchte. Machen wir uns zunächst bewusst: MYSTIK ist die unmittelbare Erfahrung des GÖTTLICHEN. Doch das Göttliche ist in unterschiedlichen Seelenfeldern zu erfahren. Es gibt auch verschiedene Arten der Mystik:

  • Die ursprünglichste ist wohl die Naturmystik wie die des Schamanismus, die unmittelbare Erfahrung (nicht Mythologien!) des Göttlichen in der Natur
  • Dann die Mystik der Leere, der Formlosigkeit, also die Mystik des Buddhismus („Nirwana“), eine Mystik sozusagen noch jenseits des Göttlichen (die so „leer“ ist, das sie NICHTS Göttliches mehr erfährt)
  • Die der Heiligen Wissenschaft zugrunde liegende Zahlen-Mystik (nicht mit Numerologie zu verwechseln), die das Göttliche in reinen Zahlen erfährt (das ZWEI ist dann z.B. das göttliche PAAR)
  • Und nicht zuletzt: die Mystik der Liebe (die eher „westliche“ Mystik, von RUMI bis Meister Eckhard und vielen anderen mittelalterlichen Mystiker), die das Göttliche in einer grenzenlosen LIebe erfährt.

Licile Swan, selbst von der östlichen Mystik fasziniert, sieht in ihrem geliebten Pater Pierre einen Mystiker. Der kann sich (wie seine Briefe an sie offenbaren) mit der östlichen Mystik aber gar nicht anfreunden. Seine mystischen Erfahrungen sieht er in den östlichen Schriften nicht in Worte gebracht. Für Pierre Teilhard de Chardin ist das Göttliche nichts LEERES, sondern etwas PERSÖNLICHES. Gott ist eine „liebende Person“, die jeder Mensch auch LIEBEN kann. Wenn Himmel und Erde im PUNKT OMEGA wieder zusammen kommen, dann wird die Kraft der LIEBE zum KOSMISCHEN CHRISTUS.

Ich habe die Mystik der Liebe als evolutionäre Grundkraft nie so klar formuliert gefunden wie bei Teilhard de Chardin. Der Autor dieser „Biographie der Liebe“ von Teilhard de Chardin, Günther Schiwy, gibt der Buch-Einleitung den Titel: „Mystik der Liebe im Zeitalter der Globalisierung“.

Integrale Seelen-Lehre

 

Ich kommuniziere schon länger mit Elisabeth. Wir kennen uns aus der Ken-Wilber-Szene, sind beide „Abtrünnige“, weil uns in der Integralen Theorie von Ken Wilber die – etwas kurz gefasst – Seele fehlt. Elisabeth hat mir den Link zu Ihrem Vortragsvideo (YouTube) gesendet und mich um einen Kommentar gebeten:

Liebe Elisabeth,
nah, du hast mir ja eine große Hausaufgabe auferlegt!
Schaffe ich das in einer Woche?

Heute habe ich mir deinen 3-Stunden-Vortrag in Gorenzen angesehen. Ich glaube damals (Juni 2015) hast du noch viel von Hasselmann / Schmolke in der Archetypik aufgenommen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, differenzierst du dies heute etwas anders (Celestia). „Integrale Seelen-Lehre“ weiterlesen

Was ist eigentlich Esoterik wirklich?

Ich habe heute den Impuls, etwas zu dieser Frage zu schreiben, weil die meisten Menschen eine völlig falsche Vorstellung von Esoterik haben. Es scheint etwas wie Hexen-Hokuspokus zu sein. So distanzieren sich viele von „Esoterikern“ („Esoterik-Tanten und -Onkels“ scheinen völlig Durchgeknallte zu sein). Ja, es gibt sicher auch eine „Esoterik-Szene“ mit ausgemachten Egozentrikern, selbsternannten Meistern, Scheinheiligen, Scharlatanen, was immer …

Doch der Begriff ESOTERIK stammt von den alten Mysterienschulen, insbesondere der griechischen Mysterienschule von Pythagoras. Es gab dabei einen inneren Kern von Schülern (die Esoteriker = innerer Kreis) und den äußeren Kreis – ich verwende einmal einen modernen Begriff – den  „Freundeskreis“ (die Exoteriker = äußerer Kreis). Diese Begriffs-Unterscheidung von Esoterikern und Exoterikern stammt von Pythagoras selbst, ältere Mysterienschulen in Ägypten und Babylonien (Persien), in denen Pythagoras gelernt hatte, kannten diese Unterscheidung sicher auch und verwendeten andere Namen.

Noch bevor es als Schulen die Klosterschulen gab oder die Kasernen (in denen die jungen Männer zu Kriegern und Soldaten geschult und gedrillt wurden), gab es die Mysterienschulen, die wohl ersten Schulen der Menschheit. Ihr Wissen war Geheimwissen. Es war das, was wir heute gerne die „Ewige Philosophie“ nennen, eine kulturübergreifende Weisheitslehre, das Wissen um die „Wirklichkeit hinter dem Schein“. Sie waren „geheim“ aus zwei Gründen: Die Schüler brauchten eine gewisse Reife (bei Pythagoras mussten die Esoterik-Anwärter erst einmal 5 Jahre das Schweigen lernen, bevor sie in den inneren Kreis aufgenommen wurden), und zweitens sollte die reine Lehre in ihrer Essenz bewahrt und nicht durch unreife Lehrer, Hobby-Philosophen oder missbrauchende Machthungrige verwässert werden. Das Wissen wurde von Mund zu Mund weiter gegeben. (Unsere Horoskop-Astrologie hat etwas von verwässerter Weiheitslehre. Falsche Astrologen wähnen sich in dem Glauben, Macht über das Schicksal anderer Menschen ausüben zu können. Wenn in unserer Esoterik-Szene das fünfjährige Schweigen ein Kriterium wäre, dann wäre die Szene sicher schnell ausgedünnt …)

Oft wurden diese geheimen Lehren auch „Okkultismus“ genannt, was nichts mit „Schwarzer Magie“ oder sonstigen dunklen Mächten zu tun hatte, sondern einfach „geheim, verborgen“ hieß. Der Schweizer Psychologe C. G. Jung hat das Verdienst erworben, hier viel Licht in den „Okkultismus“ zu bringen. Er war der erste, der wieder eine „Seelen-Lehre“ der Archetypen entwickelte.

Ich glaube, das ist der Grund, weshalb ich in diesem Beitrag die Bedeutung des Wortes ESOTERIK erhellen will: Diese esoterischen und okkulten Lehren wollen ans Licht. Schon Jesus sagte, dass nichts geheim bleiben kann und will. Wir sollten für die echte Esoterik offen sein, sie kann uns in die alten Geheimnisse des Lebens führen. Es ist vor allem eine authentische Lehre der Seele, die schon mit Aristoteles in ihrem esoterischen Kern verloren ging und mit ihm zu einer „seelenlosen Psychologie“ wurde. Esoterik ist im Kern die uralte Seelenlehre, die wir bei Pythagoras, dem „letztem Moikaner“ oder „letzten Samurai“, noch finden.

Dienstag-Brief #18

Betreff: Wundervolles in der Rückschau

Hallo,
die ersten vier Monate des Venus-Jahres sind bereits verstrichen:
Widder-Mars, Stier-Venus, Zwillinge-Merkur, Krebs-Mond.

In meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis ist überall Zusammenbruch, Umbruch, Aufbruch und Durchbruch deutlich zu erkennen, nahezu ohne Ausnahme. Das Leben wirft uns fast gnadenlos aus Bequemlichkeitszonen. Unsere Selbstliebe ist heraus gefordert, mehr denn je authentisch zu leben,  unser Potenzial weiter auszuleben, unsere wahre Berufung zu leben, nicht stehen zu bleiben.
Die Welt braucht uns Pioniere j-e-t-z-t. 

Ich mache mit meinem wöchentlichen Newsletter und Selbstliebe-Blog ja eigentlich ein Experiment, lasse dich viel an meinem Leben teilhaben (wie ein öffentliches Tagebuch, das war ja die ursprüngliche Idee des Blogs), um etwas zu „beweisen“: Es gibt einen Tiefen-Rhythmus der Seele. Wir machen in den einzelnen Seelen-Monaten andere Themen durch, wachsen an diesen Themen. Du wirst auch erkannt haben, dass dies alles wenig mit „Horoskop-Astrologie“ zu tun hat. Es geht um ein bewusstes Leben nach den Archetypen der Seele, Monat für Monat, das ganze Venus-Jahr hindurch.

Und ich bin immer wieder verblüfft, wie sich diese Seelen-Energien in meinem Leben durchsetzen. Ich erkenne vieles „im nachhinein“, wenn ich Rückschau auf den vergangenen Seelen-Monat halte. Das ist schon etwas Wundervolles! So möchte ich dich heute einladen, meine Rückschau auf den Seelen-Monat Krebs-Mond mit mir zu teilen, die mich wieder verblüfft hat
> Meine Rückschau auf den Seelen-Monat Krebs-Mond

Was aber viel wichtiger als meine „Selbstdarstellung“ ist: Ich biete dir  diesen Newsletter und dieses Blog als Impulse an, dir Ge-danken über dein eigenes Leben zu machen, nach-zu-denken (am besten über ein Tagebuch), was da eigentlich passiert ist, wie sich das Leben ordnet. 
Nach-Denken ist etwas Wundervolles, wenn du Distanz zu deinen Lebenserfahrungen nimmst, im nachhinein darüber nach-denkst – und vor allem: plötzlich (Seelen-) Muster erkennst, die sich hinter den scheinbaren „Zu-Fällen“ als roter Faden offenbaren. Selbstliebe hat auch viel mit Selbsterkenntnis zu tun. 

In diesem Sinne
mit beseelten und begeisterten Grüßen
Jürgen

Gestern hat der Seelen-Monat Löwe-Sonne begonnen. Ich lade dich ein, dich auf diesen neuen Seelen-Monat einzustimmen: Komm aus dir raus! Zeig dich! Lass deine innere Sonne leuchten! (> mehr dazu)

Fragen für dein Tagebuch:

Die Seele eines jeden Menschen hat LÖWE- und SONNEN-Qualitäten, nicht nur Löwegeborene. Die Fragen helfen dir, dir deiner Löwe- und Sonnen-Qualitäten bewusster zu werden.

Rückschau auf den Krebs-Mond-Monat

Meine Rückschau auf den vergangenen Seelen-Monat KREBS-MOND ist eindeutig von dem Thema „Hochsensibilität“ geprägt:

  • Sissi, die ich über 4 Monate betreuen durfte, ist mit Sicherheit eine hochsensible Hündin. Ich hatte bisher mit keinem Tier eine dermaßen intensive Seelen-Kommunikation wie mit ihr, nicht einmal mit meinem eigenen Hund Scott (ich war damals noch nicht so weit, Seelen-Kommunikation zu erkennen). Als ob in mein Leben als eine „Botschafterin für Hochsensibilität“ eingetreten wäre. Wir hatten eine besondere Art der Liebe zueinander. Ich muss einfach lächeln, wenn ich wieder an sie denke.
  • „Eigentlich“ hatte ich nach meinen „Teilhard-Studien“ keine Lust mehr zum Lesen, fast eine leichte Aversion Büchern gegenüber: wieder aus dem Kopf kommen! Ich brauchte eine Lesepause: wieder ins Fühlen kommen!
    Es war der Verlag dielus, der mir dann unerwartet Bücher zum Rezensieren anbot (ich bekomme dafür kein Honorar, nur ein kostenfreies Rezensionsexemplar): Und plötzlich sprang mich das Thema Hochsensibilität aus dem Verlagsprogramm an. Ich bat um drei Bücher, die ich dann auch umgehend gelesen und besprochen habe (mehr dazu in den Blogbeiträgen der letzten Tage).

Mir sind mit den Büchern viele Facetten meiner eigenen Hochsensibilität bewusst geworden, als ob mir Schuppen von den Augen gefallen seien, insbesondere auch das Thema „Hochsensibilität und Berufung“ (Luca Rohleder).  Mir ist das Thema schon seit 20 Jahren wichtig und hat für mich eine Art „Frischzellenkur“ erfahren. Jetzt weiß ich wieder, dass ich hier ein „Experten-WISSEN“ habe, das geteilt werden will. Ich hatte das Thema für mich persönlich schon als erledigt „abgehakt“.

Bei allen Aspekten der Seelen-Qualität des KREBS-MOND, so ist einer der Hauptqualitäten das des FÜHLENS, das WASSER (Tränen) als viertes Element. Hochsensible sind hoch(ein)fühlsame Wesen. Sie leben diese Krebs-Mond-Qualität in besonderem Maße, können die Gefühle der anderen besonders stark spiegeln (Mond); es ist eine tiefe Liebe zu allen fühlenden Wesen, zur Schöpfung.

Ich bin in der Nachschau erneut überrascht, wie stimmig sich mein Leben wieder in diesem Seelen-Rhythmus der Tierkreiszeichen bewegt. Und noch etwas: Dieser Monat hat in meinem Leben einige Beziehungen auch durch emotionale Verstrickungen „in Frage gestellt“, alte Freundschaften, auch und gerade Familienbeziehungen. Ich merke, dass es Zeit in meinem Leben ist, Vergangenes loszulassen und mich ganz auf meine Seelenfamiie auszurichten.